BR Fernsehen „bergheimat“


„Ob Mahler, Brahms oder Strauss – sie alle hatten Rückzugsorte in den Bergen, wo sie sich inspirieren ließen für ihre großen Kompositionen“, sagt Alexander Liebreich. „Nicht nur die majestätische Weite, die Stille und Erhabenheit der Berglandschaften, auch die besondere Akustik, die einzigartigen Klangwelten fanden Einzug in ihre Musik. Um das als Dirigent verstehen zu können, muss man vertraut sein mit diesen Naturräumen“.

Obwohl er viele Monate im Jahr im Ausland unterwegs ist, ist München sein Lebensmittelpunkt geblieben. Von hier fährt er so oft er kann in die Berge. Zum Langlaufen nach Bayrischzell, zum Wandern ins Werdenfelser Land, für längere Urlaube nach Südtirol. Um Kraft zu schöpfen – sowohl seelisch als auch körperlich.

„Man muss auch physisch fit sein und lernen, wie man seine Energie einteilt“, sagt Liebreich. „Ich bin fasziniert vom Skispringen. Ein Abend auf der Bühne lässt sich durchaus mit einem Sprung von der Schanze vergleichen: Man bereitet sich sehr lange auf ein Konzert vor und muss dann für eine kurze Zeit hoch konzentriert alle Kräfte sammeln, um Höchstleistungen zu erreichen. Und wenn der Sprung oder das Konzert dann gelingt, kann es diesen magischen Moment des Schwebens geben.“

Diesen magischen Moment erleben wir in dem Film mit Alexander Liebreich sowohl beim Skispringen-Weltcup in Zakopane als auch beim Eröffnungskonzert des spektakulären neuen Konzertsaals in Kattowitz. In der Hohen Tatra in Schlesien, in den bayerischen Alpen, auf dem Säntis in Appenzell: Alexander Liebreich nimmt uns mit in seine ganz unterschiedlichen Berg- und Klangwelten.

Der Film ist in der Mediathek des BR Fernsehens verfügbar.